TEXTERSTELLUNG & TEXTGESTALTUNG

Texterstellung und Textgestaltung sind Aufgaben, denen wir uns sehr gerne widmen. Schreiben ist Balsam für die Seele und stärkt Psyche und Geist. Es wird unter Anderem auch als Therapieform angewandt (Therapeutisches Schreiben). Im Volksmund sagt man: Sich die Dinge von der Seele schreiben oder: Sich den Frust von der Seele schreiben. Man muss aber nicht krank sein um aus der Schreibtherapie Nutzen zu ziehen. Ich habe lange Zeit Tagebücher geschrieben. Das hat mir geholfen, meine Gedanken zu ordnen und mich auf die wesentlichen Dinge meines Lebens zu konzentrieren.

Solltest Du also zum Beispiel zu wenig Zeit um etwas zu Schreiben oder keine Idee haben, wie sie etwas zu Papier bringen wollen, erstellen wir auch gerne Texte in jeder erdenklichen Art für Dich.

Verschiedene humorvolle Gedanken

Abgeändertes Ende des Märchens Rumpelstilzchen der Gebrüder Grimm

Ich habe mir erlaubt das Ende des bekannten Märchens „Rumpelstilzchen“ der Brüder Grimm ein wenig abzuändern. Da es in Form eines Reimes geschrieben ist hängt das Verstehen des Witzes davon ab wie gelesen oder vorgetragen wird. Nachfolgend die Schriftform. Viel Spaß.

Rumpelstilzchen (Originalauszug)

Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne Tochter. Nun traf es sich, dass er mit dem König zu sprechen kam, und um sich ein Ansehen zu geben, sagte er zu ihm »ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen.« Der König sprach zum Müller, »das ist eine Kunst, die mir wohl gefällt, wenn deine Tochter so geschickt ist, wie du sagst, so bring sie morgen in mein Schloss, da will ich sie auf die Probe stellen.« Als nun das Mädchen zu ihm gebracht ward, führte er es in eine Kammer, die ganz voll Stroh lag, gab ihr Rad und Haspel und sprach »jetzt mache dich an die Arbeit, und wenn du diese Nacht durch bis morgen früh dieses Stroh nicht zu Gold versponnen hast, so musst du sterben.« Darauf schloss er die Kammer selbst zu, und sie blieb allein darin.

Da saß nun die arme Müllers-Tochter und wusste um ihr Leben keinen Rat: sie verstand gar nichts davon, wie man Stroh zu Gold spinnen konnte, und ihre Angst ward immer größer, dass sie endlich zu weinen anfing. Da ging auf einmal die Türe auf, und trat ein kleines Männchen herein und sprach »guten Abend, Jungfer Müllerin, warum weint sie so sehr?« »Ach,« antwortete das Mädchen, »ich soll Stroh zu Gold spinnen und verstehe das nicht.« Sprach das Männchen »was gibst du mir, wenn ich dir´s spinne?« »Mein Halsband,« sagte das Mädchen. Das Männchen nahm das Halsband, setzte sich vor das Rädchen, und schnurr, schnurr, schnurr, dreimal gezogen, war die Spule voll. Dann steckte es eine andere auf, und schnurr, schnurr, schnurr, dreimal gezogen, war auch die zweite voll: und so gings fort bis zum Morgen, da war alles Stroh versponnen, und alle Spulen waren voll Gold. Bei Sonnenaufgang kam schon der König, und als er das Gold erblickte, erstaunte er und freute sich, aber sein Herz ward nur noch goldgieriger. Er ließ die Müllers-Tochter in eine andere Kammer voll Stroh bringen, die noch viel größer war, und befahl ihr, das auch in einer Nacht zu spinnen, wenn ihr das Leben lieb wäre. Das Mädchen wusste sich nicht zu helfen und weinte, da ging abermals die Türe auf, und das kleine Männchen erschien und sprach »was gibst du mir, wenn ich dir das Stroh zu Gold spinne?« »Meinen Ring von dem Finger,« antwortete das Mädchen. Das Männchen nahm den Ring, fing wieder an zu schnurren mit dem Rade und hatte bis zum Morgen alles Stroh zu glänzendem Gold gesponnen. Der König freute sich über die Maßen bei dem Anblick, war aber noch immer nicht Goldes satt, sondern ließ die Müllers-tochter in eine noch größere Kammer voll Stroh bringen und sprach »die musst du noch in dieser Nacht verspinnen: gelingt dir´s aber, so sollst du meine Gemahlin werden.« »Wenn´s auch eine Müllers-Tochter ist,« dachte er, »eine reichere Frau finde ich in der ganzen Welt nicht.« Als das Mädchen allein war, kam das Männlein zum dritten mal wieder und sprach »was gibst du mir, wenn ich dir noch diesmal das Stroh spinne?« »Ich habe nichts mehr, das ich geben könnte,« antwortete das Mädchen. »So versprich mir, wenn du Königin wirst, dein erstes Kind.« 

Rumpelstilzchen (abgeändertes Ende)

Los denk nach Müllers Tochter. Was ich will? Es ist dein erstes Kind.

Was zögerst du so lange? Die Entscheidung ist nicht schwer. Gib Antwort mir, gib Antwort mir geschwind!

Das Mädchen sah den Stilz mit großen starren Augen an und man konnte die Gedanken ihrem Gesichte deutlich ablesen.

Was reimt der Wicht hier sich zusammen wenn ich leide große Not. Ich bin hier lange schon gefangen, bei Wasser und nicht mehr als Brot. Was soll mein Kind dem Kerl bringen, was soll vom Gnom das Angebot. Lieber würde ich glatt verhungern. Ja es ist so lieber wär´ ich tot.

Der Tod soll deine Lösung sein? fragt da der winzig kleine Mann der mitgelauscht des Mädchens Denken ganz genau von Anfang an. Der Tod bringt dir nichts und nicht mir, er stillt auch nicht des Königs Gier. Einzig werden viele weinen wenn du nicht weiter weilest hier.

Der Thor hat wirklich keine Ahnung will nehmen mir mein Fleisch und Blut. Da hilft mir jetzt nur mit List zu täuschen bös´ des Teufels Brut. Die Müllerin hielt kurz inne und wandte sich dann mit lauter Stimme an das Männlein. Der Reim der kommt von deinen Lippen tut wahrlich mir im Kopfe weh. Wenn ich noch schlechter als du reime wird platzen dir der Schädel jäh. Und wahrlich dauert´ s gar nicht lange bis Rumpelstilz um Gnade fleht. Au! Au! Halt ein mir glüht die Birne und bald bin ich dem Wahnsinn nah. Das hält der dickste Kopf nicht aus um Himmels Willen schweig. Oh ja. Besser ist´s, wenn hier herrscht Stille und ich nicht weiter leiden muss. Ich fleh dich an sei ruhig mein Kind, hör auf mit diesem Faselstuss. Nun gut ich will nicht weiter reimen wenn du mir machst die Kammer voll. Au! hör auf ich mach ja schon aber bitte – bitte reime nicht weiter – bitte keinen Ton. Die Müllers – Maid kann´s nicht mehr lassen und es rutscht ihr von den Lippen – Einen hab´ ich noch du Zwerg. Hör ja nicht auf zu spinnen bevor nicht ist so groß der Berg. Da macht es Bums, den Wicht zerreißt´ s in tausend Stücke Golddukaten die sonst nur Eslein Streckdich scheißt. „hervorbringt“

Brief an die Firmenleitung der Supermarktkette "Waldi - Mofer"

Als ich vor einiger Zeit kurz vor Weihnachten feststellen musste, dass die Supermarktkette Mofer (Waldi) in finanzielle Schwierigeiten geraten ist habe ich kurzerhand folgende trostspendende Zeilen an  die Firmenleitung gerichtet.

Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsleitung  Firma „Mofer“!

Ich habe mit Sorge festgestellt, dass sie seit einiger Zeit das Brot und Gebäck, das in ihren Filialen am Vortag nicht verkauft wurde, welches in ihren Filialen am nächsten Tag dann immer in einem großen Warenkorb um 50% verbilligt zu finden war längere Zeit nun nur noch um 30% verbilligt anbieten konnten und jetzt gar nur noch um 25% verbilligt anbieten können.

Ich lebte einige Zeit auf Grund mehrerer Schicksalsschläge und einer Firmenpleite am Existenzminimum. Ich weiß also was es heißt in finanziellen Engpässen zustecken. Jetzt geht es mir wieder gut und ich spreche täglich ein Dankesgebet. Ich darf schließlich in einem der statistisch gesehen reichsten Länder dieses Planeten Erde leben und wäre wo anders eventuell schon längst unter die Räder gekommen.

Deshalb auch ein – Danke an sie. Für mich war die großzügige Geste des Rabattverkaufes stets ein Grund in ihren Filialen einkaufen zu gehen. So kam auch ich in den Genuss von Vollkornbrot und ähnlich wertvollen Lebensmitteln und Dank des günstigen Preises zu einer halbwegs vernünftigen Ernährung.

Der Grund der Preiserhöhung, so vermute ich, wird wahrscheinlich darin zu finden sein, dass es ihrer Firma finanziell zur Zeit nicht besonders gut geht. Ich persönlich weiß es sehr zu schätzen, dass sie weiter selbstlos an die vielen Armen auch in unserem Land denken und trotz ihrer offensichtlich heiklen Situation das alte Gebäck weiterhin, immerhin noch um 25% verbilligt anbieten. Dass die Waren im Laufe des Tages von zig Menschen durchwühlt und abgegriffen werden, sie müssen ja prüfen welche von den Angeboten noch die „frischesten“ sind, nehme ich da gerne in Kauf.

Mir ist klar, über finanzielle Engpässe spricht man nicht gerne. Andererseits mache ich mir aber auch große Sorgen um ihr Wohlergehen. Die Gruppe von Menschen, die diese sicherlich notwendige Preiserhöhung am härtesten trifft, nämlich die Armen auch in unserem Land, können sie aus eigener leidiger Erfahrung wohl am besten verstehen und sind wahrscheinlich – wie auch ich – gerne bereit sie in dieser schwierigen Lage zu unterstützen, wie und wo es nur geht.

Deshalb habe ich eine Hilfsaktion für sie ins Leben gerufen und werde mit Hilfe von tausenden ebenfalls in schwieriger Lage steckenden Menschen jetzt gerade vor Weihnachten auf ihre missliche Lage aufmerksam machen. Hoffentlich hilft ihnen diese Unterstützungsaktion ein wenig weiter. Wünschen würde ich mir, dass es ihrem Konzern bald besser geht und dass sie es sich wieder leisten können das Gebäck vom Vortag wie früher um 50% verbilligt anbieten können.

Ich wünsche Ihnen von Herzen kommend alles Gute, eine besinnliche Zeit und FROHE WEIHNACHTEN!

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